Feng Shui

風水 fēng shuǐ (风 fēng in der neuen, verkürzten Schreibweise) heißt „wörtlich“ übersetzt „Wind Wasser“ und wird normalerweise mit Geomantie übersetzt und wird als Name verwendet, für all die chinesischen Methoden und Lehren, die sich um einen guten Lebensraum und einen guten Platz für die Gräber der Ahnen bemühen. Dieser Name geht zurück auf einen Satz bzw. eine Kapitelüberschrift im Buch der Gräber (葬書 zàngshū), wohl aus dem 4. bis 5. Jahrhundert: 藏 風 得 水。cáng fēng dé shuǐ. „Wörtlich“ übersetzt müsste er heißen: „Wind bewahren, Wasser bekommen“, oder „Wind verbergen, Wasser gewinnen“.

Man kann chinesische Zeichen kaum „wörtlich“ übersetzen, denn es sind Bilder, die eben nicht nicht vergleichbar sind mit unseren definierten Worten. Eine Bilderschrift ist darauf angewiesen, abstrakte, philosophische oder allgemeine Inhalte metaphorisch oder symbolisch auszudrücken und so bekommen fast alle Zeichen eine Vielfalt an Bedeutungen, je nach dem entsprechenden Kontext.

Wenn wir vor diesem Hintergrund der chinesischen Philosophie und Sprache, 風 水 fēng shuǐ übersetzen mit den „Bräuchen, die uns im Fluss halten, die uns im Einklang, in Harmonie mit unserem Platz sein lassen“, dann erkennen wir auch, dass sich dieser Platz nicht nur auf einen Ort auf der Erde bezieht, sondern alle drei Ebenen einbezieht. So war Feng Shui in frühen Zeiten auch integraler Bestandteil der chinesischen Medizin.

China ist ein sehr großes Land mit sehr vielfältigen Lebensbedingungen und geografischen Verhältnissen. So ist es leicht verständlich, dass auch viele, teils sehr unterschiedliche Methoden entstanden sind, die dem jeweiligen geografischen, sozialen und kulturellen Kontext entsprachen. Beispielhaft seinen hier die zwei ältesten genannt:

die sogenannte Landschaftsschule, die sich vornehmlich an einer markanten Umgebung orientiert und

die sogenannte Kompassschule, die sich, in Ermangelung ausreichender Landschaftsformationen, an dem Sonnenlauf und den Himmelsrichtungen orientiert.

All die verschiedenen Methoden habe ihre ganz eigenen Vorzüge und Qualitäten, ihre individuellen Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten. Deshalb ist es immer wichtig, diese in ihrem jeweiligen Kontext zu sehen, oder den gegebenen Bedingungen anzupassen. Wesentliche Fixpunkte in diesem Zusammenhang sind die Persönlichkeiten des Kunden und des Beraters.