Verknüpfung von Feng Shui mit der westlichen Gestaltungslehre
© Judith Winter, RaumAkupunktur, Königstein
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Wohnbedürfnisse
Durch äußere Faktoren wird unser eigener Wohnstil beeinflußt, z.B. durch das Elternhaus, Wohnungen von Freunden oder die Werbung. Wichtig ist es aber, nichts unbedacht zu übernehmen, weil es gerade in ist, sondern den persönlichen Stil zu finden. Nur dann kann man seine Wohnung so gestalten, dass man sich wohl fühlt.
Kinder
Die Raumgestaltung für Kinder ist besonders wichtig, denn die Wohnverhältnisse prägen ihr soziales Verhalten.
Kleinkinder sollten in Rufweite der Eltern schlafen und die Wohnung ohne Gefahren entdecken können.
Schulkinder müssen die Möglichkeit haben, Hausaufgaben in Ruhe zu erledigen.
Teenager wollen zunehmend ihre eigene Privatsphäre haben und auch ungestört mit ihren Freunden sein.
1-Bett-Kinderzimmer sollten daher eine Größe von 10 – 12 qm und 2-Bett-Kinderzimmer von 14-16 qm haben. Zusätzliche Spielflächen in Wohnzimmer, Küche oder Wohndiele sind vorteilhaft. Besonders im Kinderzimmer sollte auf die richtige Farbe geachtet werden. Ruhige, zurückhaltende Kinder werden durch bunte Farben, insbesondere rot und orange, aktiver. Zappelige und aktive Kinder werden durch blaue und grüne Farbgestaltungen ruhiger.
Appartments
Hier ist eine optimale Planung erforderlich. Die verschiedenen Wohnbereiche müssen gut organisiert werden, damit alles seinen Platz hat. Wohnen, Arbeiten, Essen, Schlafen – alles findet in der Regel in nur einem einzigen Raum statt.
Damit der Raum übersichtlich und wohnlich wirkt, müssen die einzelnen Bereiche optisch voneinander getrennt werden. Dies kann man durch Farbe, Materialien, Raumteiler oder durch verschiedene Ebenen erreichen.
Durch unterschiedlichen Fußbodenbelag und/oder verschiedenfarbige Wandanstriche kann z.B. der Schlaf- vom Wohnbereich getrennt werden.
Zusätzlichen Stauraum erhält man, wenn ein Podest eingebaut wird. Vor dem Fenster bietet sich ein besserer Blick nach draußen an. Also ideal für die Couchgarnitur. Die Stufe kann auch als zusätzliche Sitzgelegenheit für einen davorstehenden Esstisch genutzt werden. Mit Paravents und Regalen auf Rollen können verschiedene Bereiche je nach Bedarf unterschiedlich groß geschaffen werden. Das ist auch mit Stoffbahnen zu erreichen, die verschiebbar an Schienen aufgehängt sind.
Transparente Abtrennungen erhalten die Großzügigkeit des großen Raumes und bauen gleichzeitig eine Spannung auf; denn man ist neugierig, was dahinter ist.

Küche
Die Küche ist der wichtigste Arbeitsplatz und Hobbyraum mit zunehmend wohnlichem Charakter, der eine Mindestgröße von 9 qm haben sollte. Wenn ein Essplatz integriert wird, müssten 4 qm dazugerechnet werden.
Eine genaue Planung ist erforderlich, damit die einzelnen Arbeitsschritte schnell und unkompliziert zu erledigen sind. Durch eine wohlüberlegte Anordnung von Schränken und Technik ist die Küche praktisch, zeit- und arbeitssparend eingerichtet.
Für Einzimmerappartements ist eine Küchenzeile geeignet. Hier sind nebeneinanderstehend die wichtigsten Schränke und Elektrogeräte untergebracht.
Zweizeilige Küchen bieten sich an, wenn an den Stirnseiten des Raumes Tür und Fenster liegen. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass der Abstand zwischen den Küchenzeilen mindestens 120 cm betragen muss. Dann können zwei Personen gut aneinander vorbeigehen oder eine offene Schranktür umgangen werden.
In großen Räumen ist eine aufgelockerte Möblierung möglich. Mit einer offene Theke oder Kochinsel kann eine moderne Küche sehr reizvoll eingerichtet sein. Ein geselliges Kochen mit Freunden ist so problemlos möglich.
Für ein gesundes Arbeiten ist auf die korrekte Höhe der Arbeitsplatte zu achten. Es hat sich auch bewährt, Backofen, Mikrowelle und Kühlgeräte erhöht einzubauen.
Bad
Vom kleinsten Designerbad bis zur großen Wellnessoase ist alles möglich. Jedoch ist eine genaue Bedarfsanalyse vorher erforderlich:
- Wieviele Personen benutzen das Bad?
- Wie alt sind die Personen?
- Benutzen auch Gäste das Bad?
- Wieviel Stauraum wird benötigt?
Bei Kindern und älteren Bewohnern ist verstärkt auf Sicherheit zu achten!
Das Bad wird gegliedert in die einzelnen Bereiche Waschen, Baden/Duschen, WC. Dies ist nicht nur durch geschickte Platzierung, sondern auch durch Farbe und Materialien möglich. Der Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt.
Ein Badezimmer sollte aber möglichst immer so eingerichtet sein, dass der Intimbereich von WC und Bidet nicht der erste Anblick beim Öffnen der Tür ist.
Durch die Vorwandinstallation sind interessante Anordnungen möglich, die von der reinen „An-der-Wand-entlang-Lösung“ abweichen.
Licht
Licht ist Leben! Es macht uns aktiv und hellt unsere Stimmung auf. Daher ist es sehr wichtig, für genügend Licht zu sorgen.
Ausreichend große Fenster lassen genügend Tageslicht ein. Das einfallende Licht darf aber nicht durch große Möbel oder dichte Gardinen behindert werden. Damit das Tageslicht auch in die weiter innenliegenden Bereiche vordringen kann, haben sich Glastüren oder Oberlichter bewährt. Nichttragende Wände können auch durch Glasbausteine ersetzt werden.
Glänzende Materialien (lackierte Wände, Fliesen) vermehren durch Reflektion das vorhandene Licht. Spiegel, richtig platziert, haben den gleichen Effekt und vergrößern dazu noch kleine Räume.
Durch künstliche Beleuchtung kann man zusätzlich besondere Stimmungen im Raum erzeugen werden.
Helles, weißes Licht für konzentriertes Arbeiten, stimmungsvolles Licht am Esstisch oder ein leicht aufgehelltes Umfeld um den Fernseher herum.
Punktuell strahlendes Licht, um Bilder, Skulpturen oder Pflanzen in Szene zu setzen. Nach oben leuchtende Lampen, um Decken optisch anzuheben.
Je nach Raumbestimmung müssen unterschiedliche Lichtzonen eingerichtet werden.
Dimmer, verschiedenfarbige Glühbirnen, Halogenspots, Deckenfluter, Sternenhimmel, Lichtbänder sind nur einige von unzähligen Möglichkeiten. Der Phantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.
Farben
Farben wirken auf unser Gefühl. Sie sind damit ein wichtiges Gestaltungselement, um verschiedene Stimmungen in uns zu erzeugen. Richtig angewendet, können kleine Räume größer, dunkle Kammern freundlicher, hohe Decken niedriger und schmale Räume breiter wirken.
Farbwirkung
Helle Frühlingsfarben erhält man durch Aufhellen der reinbunten Farben mit Weiß. Sie wirken froh und heiter.
Sommerfarben erzeugen Wärme, z. B. Gelb, Orange, Rot.
Trübe Herbstfarben erhält man durch trüben der reinbunten Farben mit Grau. Sie wirken besinnlich und gedämpft.
Winterfarben erzeugen Kälte, z. B. Blau, Blaugrün, Graublau, Schwarzblau.
Wirkung einzelner Farben
Gelb: belebend, fröhlich, heiter, sonnig, positiv, anregend; fördert Konzentration
Orange: ausgelassen, heiter, stimulierend; fördert Geselligkeit
Rot: erregend, aktiv, eindrucksvoll, pompös; stimmt glücklich
Violett: würdevoll, still, geheimnisvoll, wehmütig; wirkt beruhigend
Blau: luftig, still, sauber, gediegen, bescheiden, ruhig; wirkt entspannend
Grün: erholsam, vitalisierend, beruhigend, ausgleichend, geborgen; fördert Kommunikation
Weiß: rein, friedvoll, neutralisiert/belebt andere Farbgruppen
Schwarz: schwer, düster, traurig; nur wenig in Räumen anwenden
Grau: düster; verleiht Nachbarfarben mehr Glanz















